Bradley Horowitz spricht im Interview mit Tim O’Reilly über Google+

Am 23.08.2011 interviewte Tim O´Reilly in einem einstündigen Live-Webcast Bradley Horowitz (VP Product Google+) zu Google+. Inhalt des Gesprächs waren u.a. die Diskussion um Pseudonyme und Klarnamen auf Google+ (siehe auch),  die Google+ Unternehmensprofile (siehe auch) sowie allgemein die Zukunft von Google+.

Pseudonyme und Klarnamen

Horowitz betonte, dass Google+ beim Thema Pseudonyme und Klarnamen, das viele Privatpersonen betroffen hatte, nicht unwissend hinsichtlich der Problematik sei und durchaus verstehe, welche Bedeutung Pseudonyme und Anonymität für das Internet haben.

“I understand pseudonymity and anonymity. Those are use cases that we don’t need be educated about; I understand the important of this for the internet culture.”

Er räumte ein, dass der Prozess hinsicht der Profilnamen verbessert werden muss und dass man in der Vergangenheit bei einigen Fällen falsch vorgegangen sei. Google arbeite aber bereits an einer Lösung, die künftig Anonymität innerhalb von Google+ möglich mache. Laut Horowitz gibt es keine Widerstände bei Google gegen Anonymität auf Google+, die in einer Art und Weise geschieht, die für die gesamte Google+ Community von Vorteil ist. Das Thema habe eine hohe Priorität bei Google.

“There’s no moral opposition to that happening. We want to let them in in a way that’s great for the whole community. It’s a high priority.”

Unternehmensprofile

An den Profilen für Unternehmen und Marken wird laut Horowitz derzeit hart gearbeitet. Google+ möchte den zehntausenden Unternehmen, deren Profile sie gelöscht hatten, bald eine Lösung präsentieren. Für diese Unternehmen und Marken, für deren Follower aber auch für die, die nicht folgen sollen die Unternehmensprofile eine positive Erfahrung werden.

“We’ve kicked out tens of thousands of brands that have wanted to get into the service. Would I love to have Starbucks? I’d love to. [But] we want the experience to be good for the brands, the people that want to follow them and the people that don’t.”

Er räumte zudem ein, dass Google millionen zahlender Kunden, Einzelpersonen und Unternehmen die bereits Google Apps verwenden, enttäuschte. Der Grund hierfür sei, dass es Vereinbarungen gibt, die regeln, wie Daten, ob öffentlich oder privat, gespeichert werden. Man möchte seinen Kunden künftig ein gutes Produkt anbieten, das diesen Vereinbarungen entspricht.

“The reason is that we have covenants and expectations with the administrators about how the data is stored, whether it will be public or private — we want to get those right, so the product is consistent with the promises we’ve made.”

Zukunft von Google+

API

Horowitz bestätigte, dass man weitere APIs, nach der Spiele API, für Drittanbieter im Laufe der Zeit und vermutlich in verschiedenen Stufen bereitstellen wird.

“We’ll do that over time and probably in stages – we’ll release read APIs before write APIs.”

Hangouts

Hangouts sind laut Horowitz unglaublich populär und es wäre denkbar, dass man künftig die Beschränkung auf derzeit 10 gleichzeitig teilnehmende Personen korrigiert. Von Künstlern wird die Beschränkung teilweise schon durch Screencasts umgangen. Zudem stellen Hangouts für Google+ ein sehr wertvolles Instrument dar, um Feedback vom Nutzer innerhalb des Produkts über das Produkt zu bekommen.

Integration anderer Services

Die Integration anderer Services in Google+, wie bspw. Twitter, so dass Updates und Inhalte aus Google+ auch auf anderen Plattformen einfach verfügbar gemacht werden können, schloß Horowitz nicht aus.

“Users should own their data and if I want my data to land in another service, conceptually that should be possible. We’ll get there.”

Feedback

Horowitz betonte, dass das Feedback der Google+ Community sehr wichtig für die ständige Weiterentwicklung von Google+ sei.

Zukunftsaussicht

Er kündigte abschließend an, dass bald Features gelauncht werden, die er kaum erwarten kann und die Google+ grundlegend verändern und weiterentwickeln werden.

“There will be new, unexpected features that will be really significant in changing the center of gravity of the product, and will change how people think of the service entirely.”

Statement zu den Neuerungen auf Facebook

“I think it’s good for users, which is exciting for us. What they did was … familiar, and good for users.”

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24. August 2011 von Christian
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